Ich glaube ja immer noch die Streetview-Diskussion ist dem Sommerloch geschuldet. Aber seis drum. Ich nehms mal vorne weg – ich sehe kein Problem bei streetview. So lange Google brav die Fenster blind zeichnet und Gesichter verschleiert find ich den Dienst sehr praktisch. Klar wirds das ein oder andere Bild geben wo Leute in nicht-massentauglichen Posen zu sehen sind. Aber meiner Erfahrung nach ist Google ziemlich gut im auf Nutzer-Anfragen reagieren.
Streetview stellt für mich kein Problem dar da es imho keine Grenze überschreitet. Straßen sind öffentlicher Raum, jeder kann und darf die Straße entlang gehen und Fotos von der Straße aus machen, so lange er dabei keine Gesetze/Rechte verletzt. Google darf das demnach auch. Toll ist in dem Zusammenhang wieder die Terrorismus-Keule aus der Politik. Was bitte-schön kann ein Terrorist mit streetview anstellen was er ohne nicht könnte? Veraltete Fotos eines Straßenzuges helfen kaum beim legen eines Sprengsatzes, zumal der Terrorist dafür eh an den Ort des Attentats muss und dort mit einem Update==Realität konfrontiert wird. Was da das Betrachten 3 Jahre alter Fotos bringen soll erschließt sich mir nicht.
Der erste Artikel gefällt mir vor allem wegen des Schluss-satzes, den selben Spruch hab ich heute auch gebracht – ohne die statistik von google zu kennen. Im zweiten Artikel ist besonders der Abschnitt zu den Protestlern aus der Rheinischen Post lesenswert – das spiegelt so ziemlich genau wieder warum ich streetview für eine gute Implementation halte.
Abschließend mal noch was Persönliches. Als ich diese Jahr in Amerika war bin ich durch die üblichen Verspätungen im Flugverkehr erst gegen 23 Uhr Ortszeit vom Flughafen losgefahren, hatte aber noch ca 50 Meilen bis zu meiner Wohnung. Zur Vorbereitung hatte ich mich bei Google Maps über mein temporäres Heim informiert. Problem war, dass sich der Zufahrtsweg geändert hatte. Der Hauptzugang (eine breite asphaltierte Straße) war mit einem Stahlzaun gesperrt worden (verkehrsführung geändert), nur war der Zaun aufgrund seine Breite von knapp 10cm auf den Satelitenbildern von Google Maps nicht zu erkennen gewesen. Der neue Zugang war eine unter Bäumen versteckte schmale Seitenstraße. Dank streetview habe ich mir meinen Anfahrtsweg aber schon vorher ansehen können, ich wusste das da ein Zaun ist und wie der Seiteneingang aussieht. Dadurch habe ich dann auch Nachts halb eins auf einem fremden Kontinent meinen Parkplatz gefunden . . .
Udo Vetter wurde zum neuen E-Postbrief der Deutschen Post interviewed, so oft habe ich innerhalb von 10 Minuten lange nicht mehr meinen Kopf geschüttelt. Long Story short: wer das benutzt ist selber schuld.
Meist geht es hier im Zusammenhang mit dem Thema Polizei um dass (fragwürdige) Verhalten der Polizei (oder zumindest Teilen davon) gegenüber dem “einfachen Volk”. Falls sich tatsächlich noch wer wundert warum da aus den eigenen Reihen kein/kaum Gegenwind kommt, kann sich diese aktuelle Geschichte zu Gemüte führen:
Erinnert so ein bischen an die Polizisten welche äußerst erfolgreich gegen die rechte Szene ermittelt haben und jetzt Geschwindigkeitskontrollen durchführen dürfen. Auch wenn ich die Polemik von Panorama nicht mag sind die Interviews gut geführt und die Art der Antworten spricht Bände:
Es macht mir Angst das ich mich bei solchen Nachrichten kaum noch innerlich aufrege. Es gibt nicht neues unter der Sonne -- gilt wohl auch im negativen Sinne.
Ist ja immer ganz nett nicht die Verdauungsprodukte von den großen Nachrichtenagenturen lesen zu müssen sondern direkte Quellen. Also wer wissen will was es mit dem Artikel im Rolling Stone Mag auf sich hat der General McChrystal den Posten gekostet hat:
Ich möchte hier einmal dazu aufrufen, zu posten, was dem Onlineableger des “Sturmgeschützes der Demokratie” zu unwichtig ist.
Die Messlatte ist die Anzahl an Artikeln, die das iPhone erwähnen, welches sicher ein gutes Gerät ist, medial jedoch vollkommen überschätzt wird. (Wenn die so einen Hype mit jedem neuen Smartphone machen würden, wäre gar keine Zeit mehr für echte Nachrichten.)
Um mitzumachen, sucht einfach bei Spiegel Online nach etwas wirklich Interessantem und vergleicht die Anzahl der Ergebnisseiten mit denen des iPhones. Jede Seite hat dabei 20 Artikel. (Die letzte Seite hat meistens weniger).
Ideen zu alternativen Maßstäben sind natürlich auch willkommen.
iPhone hat übrigens 78 Ergebnisseiten (das sind > 1500 Artikel!!!!)
Und zum Vergleich:
Darfur 32
Vorratsdatenspeicherung 18
Swift Abkommen 3
macht mal wer was gegen die Volkszählung nächstes Jahr. Ich weiß – hätte man auch selbst machen können – aber der AK-Vorrat ist da sicher kompetenter als ich
Es gibt neues von “Not My President”-Zensursula. Denn statt die ihr zur Verfügung stehenden Steuermittel in sinnvolle Dinge zu stecken, wie den Arbeitslosen Arbeit zu vermitteln, verpulvert sie das Geld lieber in Imagepflege für sich und ihr Ministerium.
Hey, mal ein Tip für euch Politiker: mit vorzeigbaren Erfolgen kommt auch ein positives Image zustande, versucht es mal damit. Dazu braucht man auch keine geheime PsyOp-Organisation.
Er predigte seit der Finanzkrise das Gegenteil dessen, was er vorher als IWF-Chef ausführen hat lassen (Unglaubwürdigkeit)
Und zu guter Letzt: Er will, dass die Bundeswehr den deutschen Außenhandel schützt (Grundgesetzwidersprüchlichkeit)
Ich möchte mich der Meinung vom meiner Meinung nach besten Kabarettisten Deutschlands anschließen. Ein Interview mit diesem kann hier nachgehört werden.
Recent Comments