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Interesting Papers on ICCS 2011
Here is a (surely subjective) list of interesting papers from ICCS11. We saw some of the presentations of the papers (see “*”). The list is not sorted in any way.
- Cellular Microscopic Pattern Recogniser – A Distributed Computational Approach for Macroscopic Event Detection in WSN; Waleed M. Alfehaid and Asad I. Khana
- Parallel application benchmarks and performance evaluation of the Intel Xeon 7500 family processors; Piotr Kopta, Michal Kulczewski, Krzysztof Kurowski, Tomasz Piontek, Pawel Gepner, Mariusz Puchalski and Jacek Komasa
- Early performance evaluation of AVX for HPC; Pawel Gepner, Victor Gamayunov and David L. Fraser *
- Gleipnir: A Memory Analysis Tool; Tomislav Janjusic, Krishna Kavi and Brandon Potter
- User-defined events for hardware performance monitoring; Shirley Moore and James Ralph *
- Massively parallel FPGA-based implementation of BLASTp with the two-hit method; Lars Wienbrandt, Stefan Baumgart, Jost Bissel, Florian Schatz and Manfred Schimmler *
- Coarse Grained Parallelized Scientific Applications on a Cost Efficient Intel Atom Based Cluster; Robin Geyer, Andy Georgi and Wolfgang E. Nagel *
- 10×10: A General-purpose Architectural Approach to Heterogeneity and Energy Efficiency; Andrew A. Chien, Allan Snavely and Mark Gahagan *
- High Performance Stencil Code Algorithms for GPGPUs; Andreas Schäfer and Dietmar Fey *
- Linux Cluster in Theory and Practice: A Novel Approach in Teaching Cluster Computing Based on the Intel Atom Platform; Andy Georgi, Stefan Ḧohlig, Robin Geyer and Wolfgang E. Nagel *
- 145 TFlops Performance on 3990 GPUs of TSUBAME 2.0 Supercomputer for an Operational Weather Prediction; Takashi Shimokawabe, Takayuki Aoki, Junichi Ishida, Kohei Kawano and Chiashi Muroi
- Parallel k-Means Clustering for Quantitative Ecoregion Delineation Using Large Data Sets; Jitendra Kumar, Richard T. Mills, Forrest M. Hoffman, and William W. Hargrove
- Lattice QCD Applications on QPACE; Y. Nakamura, A. Nobile, D. Pleiter, H. Simma, T. Streuer, T. Wettig and F. Winter
- GRAPE-MP: An SIMD Accelerator Board for Multi-precision Arithmetic; Hiroshi Daisaka, Naohito Nakasato, Junichiro Makino, Fukuko Yuasa and Tadashi Ishikawa
- The performance of GRAPE-DR for dense matrix operations; Junichiro Makino, Hiroshi Daisaka, Toshiyuki Fukushige, Yutaka Sugawara, Mary Inaba and Kei Hiraki
- Development of a High-speed Eigenvalue-solver for Constant Plasma Monitoring on a Cell Cluster System; Noriyuki Kushida, Ken-ichi Fujibayashi and Hiroshi Takemiya
- SHARE: a web portal for creating and sharing executable research papers; Pieter Van Gorp, and Steffen Mazanek
- GX-Means: A model-based divide and merge algorithm for geospatial image clustering; Ranga R. Vatsavai, Christopher T. Symons, Varun Chandola and Goo Jun
Radioaktivitätswerte Tschernobyl
Ich hatte ja schon vor längerer Zeit hier mal zwei Bücher zum Tschernobyl Unfall vorgestellt. Das Eine von Igor Kostin, der sich als RIA Fotograf durch seine Dokumentation verdient gemacht hat. Das Andere von Chernousenko, der der wissenschaftliche Leiter der Aufräumaktion da war. Außerdem gab es noch einen höchst interessanten Dokumentarfilm aus der BBC Horizon Reihe: “Inside the Sarcophargus“.
Um die jetzigen Geschehnisse in Japan in Relation zu setzten könnten folgende Liste von Nutzen sein. Die Werte widersprechen sich stellenweise, das ist bekannt und muss entsprechend interpretiert werden. Viele alte Einheiten werden angegeben und müssten entsprechend umgerechnet werden (Röntgen = R; Curie = Ci; xEy = x * 10 ^ y). Die Wikipedia ist da ein guter Einstiegspunkt, ebenso Wolfram Alpha.
Aus “Radioaktivität, Röntgenstrahlung und Gesundheit” (Informationsheft):
- Evakuiertes Gebiet um Tschernobyl ~1000 km²
- Typische jährliche gasförmige und flüssige Freisetzung eines großen modernen Druckwasserreaktors in DE:
- Edelgasisotope: 9.75E11 Bq/Jahr
- 14C: 5,14E11 Bq/Jahr
- Tritium(gas): 3.85E11 Bq/Jahr
- Tritium(flüssig): 2.37E13 Bq/Jahr
- Mittlere Effektivdosis pro Jahr bei Arbeitern in AKWs
- 1975-79: 4.1 mSv
- 90-84: 3.6 mSv
- 85-89: 2.5 mSv
- 90-94: 1.4 mSv
- Zusätzliche Effektive Dosis im Jahr in 50km Umkreis um AKW
- 5 µSv bei Siedewasserreaktor
- 10 µSv bei Druckwasserreaktor
- Im Jahr 1986 hatte Winterweizen im Raum München eine 137Cs Konzentration von 100Bq/kg
- Windscale Unfall
- Insgesamt 750 TBq 131Iod freigesetzt
- Three Mile Island
- 50% des Inventars Cäsium freigesetzt (nicht in Umwelt?)
- 40% des Inventars Iod freigesetzt (kaum in Umwelt?)
- Geschätzt 550 GBq aktives Iod freigesetzt
- Tschernobyl
- Sprengkraft der Explosion: 30-40t TNT
- 30-40% des aktiven Iod/Cäsiums Inventars freigesetzt
- Täglich 1E16 Bq 131Iod und 1E15 Bq 137Cs freigesetzt
- 30000 km² Land mit mehr als 185 kBq/m² kontaminiert
- 115k Personen evakuiert
- 210k Personen später umgesiedelt
- In Skandinavien stellenweise bis 120 kBq/m² 137Cs gemessen
- Südlich Donau Bayerischen Wald zwischen 10 bis 50 kBq/m² 137Cs
- 150 zum Zeitpunkt in AKW beschäftigte Personen
- 240k Personen zum aufräumen eingesetzt (Liquidatoren)
- Insgesamt 600k Personen an Aufräumarbeiten beteiligt (bis 1990)
- 5M Personen nicht evakuiert, weil damals als nicht notwendig erachtet
- Anlagenarbeiter und Ersthelfer einige Gray bis 16 Gray Dosen
- 28 stark Verstrahlte innerhalb von 4 Monaten gestorben
- Dosen der Liquitadoren bis 500 mGy, Durchschnitt 100 mGy
- Dosen der Bevölkerung (Ukraine?) wenige mSv bis einige 100 mSv, Durchschnitt 10-20mSv; von 1986-2005
- Für Liquidatoren festgestellt: Exposition mit 150 mGy = 2*Leukämierisiko
Aus “Insight from the Inside”:
- Radioaktiv belastetes Gebiet 100k km²
- Kosten umgerechnet $14mrd (9.2mrd Rubel) zw. 1986-1989, bis 1995 weitere 33mrd Rubel geschätzt
- 4 Mai 1986 in Burakova (in 10km Zone) 10 bis 20 R/h
- Auf den Dächern des Kraftwerks 1000 R/h (vor Räumung des “Mülls”)
- Checkpoint am (Eingang?) des Kraftwerks 26.-27. April 1986: 200-400 R/h
- 80% des Inventars an Radioaktivität entwichen = 6,4E9 Ci
- 16 bis 27 fache des Auslegungsstörfalls (schon von Kernschmelze ausgegangen)
- Geschätzt 3000t Blei in den Reaktor geworfen
- Region Gomel und Mogliev: >40Ci/km² 137Cs
- Region Brest und Minsk: 137Cs 15Ci/km² Herbst 1988
- Weniger belastete Regionen 5 Ci/km² (Grodno Region), 1 Ci/km² (Vitebsk)
- 310k Menschen leben in Regionen mit > 5Ci/km²
- 1-3 Ci/km² 90Sr
- Plutonium in der Luft (vor Unfall 2 bis 5E-8 Bq/m³)
- 5E-4 Bq/m³ in Mozyr
- 2E-4 Bq/m³ in Gomel
- 9E-5 Bq/m³ in Brest
- 1E-5 Bq/m³ in Minsk
- 90Sr Konzentration in Brunnen in Narovlya 1.1E-9 Ci/L(normal 1,2-8E-11 Ci/L); 137Cs in Brunnen in Khoiniki 6.1E-9 Ci/L (normal 1E-10)
- Von 5000 Kindern in Narodichi hatten die Schilddrüsen folgende Dosen aktives Iod
- 1473 mit 0-30rad
- 1177 mit 30-75rad
- 826 mit 75-200rad
- 574 mit 200-500rad
- 467 mit 500-2500rad
- 10 Mai 1986 verseuchte Gebiete
- 1100 km² mit 20mR/h
- 3000 km² mit 5mR/h
- 8000 km² mit 2mR/h
- 1990 verseuchte Gebiete
- 3200 km² mit 40 Ci/km² oder mehr
- 7500 km² mit 15-40 Ci/km²
- 14000 km² mit 5-15 Ci/km²
- 76100 km² mit 1-5 Ci/km²
- 800000 Menschen leben in Gebieten mit >5 Ci/km²
- 3,07mio Menschen in Gebieten mit 1-5 Ci/km²
- 144k Hektar Landbaufläche stillgelegt
- 116k Menschen aus 30km Zone evakuiert
- 650k -1M Liquidatoren eingesetzt
- 5000-7000 bis 1990 an unmittelbaren Folgen gestorben
- 50k Invalide bis 1990 die an Aufräumarbeiten teilgenommen haben
- Tolya Kurguz Nachtschichtarbeiter während der Explosion mit Dosis 12 Gy und ernsthaften Strahlenverbrennungen in Klinik 6 Moskau gestorben am 12 Mai 1986
- V. Smagin ebenfalls bei Explosion anwesend 2.7 Gy (wenigstens bis 1990 überlebt?)
- Weitere Dosen für Arbeiter bei Explosion
- Sasha Makhayev 3 Grad Strahlenkranlheit 5-6 Gy
- Yura Tregub 2 Grad SK 4 Gy
- V. Aleksandrovich 2 Grad SK
- Orlov 2 Grad SK
- A. Uskov 2 Grad SK
- Kontrollstäbe einfahrbar in 18-20 Sekunden bei RBMK1000
- Nahe dem Abfalllager für feste und flüssige Stoffe 60 R/h
- In der ehemaligen Cafeteria 50 R/h
- Manche Orte direkt im/am AKW 50-80; 150-180 R/h
- Offiziell festgesetzte Maximaldosis für Aufräumarbeiter 25 R
- Auf Dach von Block 3 1000 bis 4000 rem/h
- Für Biorobots 20 rem Maximaldosis festgesetzt
- Um Block 4 500 R/h; Dach Block 3 800-1000 R/h
- Auf diesen Dächern 150 Tonnen Schutt
- Zugang zum Dach 100 R/h
Keine Gewähr auf Richtigkeit. Tabelle wird fortgesetzt.
Schwarmverhalten
Walter de Back schrieb gerade über unsere Mailingliste:
Beautiful flocking display over the town of Utrecht. This is an annual event for these sparrows, that I had the privilege to witness many times.
If you look carefully, you may discern the hungry peregrine falcon — who may actually be the cause of the flocking behavior.
http://www.youtube.com/watch?v=_tEFRAI9WSE&hd=1
Faszinierend!
Was tun wenn das Internet alle ist
Aus gegebenem Anlass der Nachrichten der letzten Tage hier mal ein Link zu wired, in dem Alternativen zum Internet als Kommunikationsmittel aufgezeigt werden. Die Ideen reichen vom CB-Funk bis hin zu Rauchzeichen. Auch die Nintendo DS findet witziger Weise Erwähnung. Jeder, der wirklich paranoid ist, kann sich ja ab Mai einen KA-SAT Vertrag holen. So lange keiner den Sateliten aus dem Orbit schiesst hat man damit eine Internet-Kill-Switch-Proof Leitung zu Twitter und QuestionableContent.Net. :
http://howto.wired.com/wiki/Communicate_if_Your_Government_Shuts_Off_Your_Internet
Soweit ich weiss kommen ja die OLPC_XO-1 (One Laptop Per Child – 100$ Laptops) auch mit nem Adhoc-Mesh Netzwerk. Mal so ganz abgesehen von Revolutionen kann man mit den Techniken ja auch Schulräume in Entwicklungs- und Schwellenländern versorgen
Willi
Das Wikileaks Chaos
Für mich ist Wikileaks und Julian Assange ja ein und dasselbe da er die treibende Kraft ist und alle größeren Entscheidungen immer öfter auch im Alleingang entscheidet (Dazu gibt es ein hoch interessantes Video mit Daniel Domscheit-Berg, einem deutschen Ex-Wikileaker und Gründer von Openleaks). Von daher hab ich schon irgendwie versucht das aktuelle Chaos um die Person Julian Assange zu verstehen auch wenn es mir dabei eher um die Plattform Wikileaks geht. Da ist ja immer noch nicht ganz klar worum es überhaupt geht. Ein reuters Artikel liefert die für mich glaubhafteste (weil menschlich verständliche) Begründung – Frauen
– also ganz so einfach ist es natürlich nicht – aber lest die Details lieber selbst:
http://www.reuters.com/article/idUSTRE6B669H20101207?pageNumber=1
Auch wenn ich nicht in den Details der selben Meinung wie Assange bin und seine Art und Weise nicht gut finde kann doch keiner wirklich gegen das Grundprinzip von Wikileaks argumentieren da es ganz einfach das Prinzip des klassischen Informanten ins 21 Jahrhundert überträgt. Damit tuen sich einige Leute recht schwer:
http://www.netzpolitik.org/2010/wikileaks-streitgesprach-leyendecker-banse/
Andere (denen ich es nicht zugetraut hätte) handeln konträr zu ihrem sonstigen Auftreten fast besonnen (mit interessanten Links): http://www.michaelmoore.com/words/mike-friends-blog/why-im-posting-bail-money
Und wie üblich gibt Struttmann trocken das Ganze in aller Kürze wieder: http://www.stuttmann-karikaturen.de/archivseq.php?id=3846
Findet ihr es eigentlich auch seltsam und einen krassen Zufall das ausgerechnet jetzt ein Anschlag in Stockholm statt gefunden hat? Ich versuche ja eigentlich nicht paranoid zu werden aber das fällt zunehmend schwerer . . .
[update]
Ich fühl mich gerade irgendwie bestätigt ![]()
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/323204/323205.php
Ich zitiere mal
Man kann diese Veröffentlichungen mit gutem Grund kritisieren.
Check.
Die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbriefte Publikationsfreiheit ist eine Grundlage der demokratischen Gesellschaften.
Stimmt – Menschenrechte – die gibts ja auch (noch)
Der Staat ist kein Selbstzweck und muss eine Konfrontation mit den eigenen Geheimnissen aushalten.
Aber Hallo.
Notiz am Rande: was unter http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks/unterzeichner#petition_users auffällt ist das es überwiegend männliche Unterzeichner sind. Ich dachte das Internet als Männerdomäne hätte sich spätestens mit zalando.de erledigt
Willi
Der Link zum Sonntag
Habt ihr schon mal was vom Ig-Nobelpreis gehört? Ich bis gerade eben noch nicht. Das ist ein Satire-Nobelpreis bei dem das Ig für ignoble==unwürdig steht und welcher für unnütze, unwichtige oder skurrile wissenschaftliche Arbeiten von der Harvard-Universität in Cambridge vergeben wird.
Wikipedia hat dazu eine Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Ig-Nobelpreis
Noch interessanter ist allerdings die Seite mit der Liste der Ig-Nobelpreisträger samt einer kurzen Beschreibung wofür der Preis verliehen wurde.
Ig-Nobelpreisträger: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Träger_des_Ig-Nobelpreises
Dieses Jahr ging es zum Beispiel um die Perfektion der Methode zum einsammeln von Wal-Rotz mittels eines ferngesteuerten Helikopters, dem mathematischen Nachweis, dass Organisationen effizienter wären, wenn sie Mitarbeiter nach dem Zufallsprinzip beförderten und auch Oralverkehr bei Fruchtfledermäusen.
Dass solch abstruse Arbeiten quasi ähnlich der Grundlagenforschung (trotzdem?) Ihre Daseinsberechtigung haben zeigt der Fall von Andre Geim, der im Jahr 2000 Ig-Nobel- und 2010 dann Nobelpreisträger wurde/ist.
P != NP
Nur falls jemand den heise.de Newsticker nicht regelmäßig verfolgt:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/P-NP-moeglicherweise-bewiesen-1052857.html
UPDATE
Andere sind da anderer Meinung:
Linux Cluster in Theorie und Praxis WS 2010/2011
Auch dieses Wintersemester wird wieder die Vorlesung (mit Praktikum) “Linux Cluster in Theorie und Praxis” (Vorsicht, Link auf die alte Seite) angeboten. Nähere Hinweise werden bald auf den “Lehre”-Seiten des ZIH Internetauftrittes zu sehen sein. Dieses Jahr haben wir 4 Cluster, somit können wir 12 Leute durch das Praktikum begleiten. Der Inhalt ist ähnlich wie letztes Jahr, der Administrations-Teil etwas gestrafft dafür mehr Zeit für Programmieraufgaben und Benchmarks.
Wer Interesse und Fragen hat möge sich bitte mit Andy Georgi in Verbindung setzen.
Sonnenflecken (mal wieder)
Damit nicht nur Robin immer Astrofotos postet, hier mal ein Sonnenfleck von gerade eben:
Ich dachte eigentlich ich hätte Staub auf dem Sensor, hab dann aber mal lieber bei der Nasa nachgeschaut.
Laut denen hat der Fleck in etwa den Durchmesser unserer Erde.

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