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Posts Tagged ‘radioaktivität’

Probleme mit der Halbwertszeit

February 7th, 2010 robin No comments

Glaube hatte das schon mal gefeatured. Aber jetzt gibt es nochmal eine nähere Beleuchtung durch den DLF.

Technetium

Das Problem besteht darin, das es auf der ganzen Welt nur 5 Forschungsreaktoren gibt die 99mTc für die Medizin herstellen können und die Dinger schon so an die 50 Jahre alt sind. Ein weiteres Problem ist, dass frisch hergestelltes Material eine Halbwertszeit von 6 Stunden hat und das es in Europa wohl nur 2 Unternehmen gibt die 99mTc aus bestrahltem Rohmaterial extrahieren können.

Wenn da ein Reaktor ausfällt gibt es natürlich Engpässe. Das ist wohl gerade der Fall.

Den Beitrag gibt’s zum Nachhören unter: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1115610/

Temperaturabhängiger Radioaktiver Zerfall

November 6th, 2009 robin No comments

Kann noch nichts dazu sagen, weil ich es gerade lese, aber das Paper ist passend zu einer Diskussion die wir letztens hatten. Es scheint aber keinen Zusammenhang zu geben zwischen Temperatur und Zerfallsgeschwindigkeit.

http://www.technologyreview.com/blog/arxiv/24307/

http://arxiv.org/abs/0910.4338

Endlager

July 11th, 2009 robin No comments

Bin durch eine ZDF Doku auf die interessante “Idee” der Finnen gestoßen (Teil 1 ca. 5:00). Die Idee ist es den Müll in massive Kupferröhren ein zu schweißen und diese dann so in einem alten Bergwerk zu lagern das man sie jederzeit (mit etwas Aufwand) wieder rausholen kann. Die Begründung der ganzen Geschichte kann man hier nachlesen. Die Hauptgründe sind wohl zum einen das man, falls irgendwas schief läuft, das Zeug wieder irgendwo anders einlager kann und zum anderen das zukünftige Generationen vielleicht noch was damit anfangen können.

Bei der ganzen Endlagerdiskussion in Deutschland habe ich noch nie was davon gehört das Lager von Anfang an so zu planen das man den Müll zurückholen kann.

Insight from the Inside

March 1st, 2009 robin No comments

insight_insideZu der Tschernobyl Thematik zu der ich schon eine Filmempfehlung losgeworden bin hier noch eine Buchempfehlung. Als ich zu der Thematik in der SLUB gestöbert habe bin ich auf ein herausragendes Buch gestoßen “Chernobyl. Insight from the Inside”.

Der Autor (Vladimir Mikhailovich Chernousenko) hat Theoretische Atomphysik studiert und war lange Zeit Leiter eines Institutes für nichtlineare Physik und Ökologie. Nach der Katastrophe 1986 (April) wurde er von der Ukrainischen Regierung zum wissenschaftlichen Leiter der Task Force zum “bereinigen des Unfalls” berufen. Er gehörte zu den nur 3 Personen die bis Januar 1987 ständig in der inneren 10 km Sperrzone gearbeitet haben. Alle anderen von den über 300’000 wurden, mehr oder weniger genau, im 15 Tagen Zyklus ausgewechselt. (Bild mit freundlicher Genehmigung von Springer)

Das Buch besteht aus mehreren Interviews, vielen Erklärungen und einigen Studien. Beindruckende/Beängstige Bilder illustrieren die Zustände die in der unmittelbaren Katastrophenzone herrschten. Die “Einsichten aus dem Inneren” die der Titel verspricht sind ebenso erschütternd wie faszinierend. Da sind zum Beispiel die Handbücher zum Reaktor, die erst nach der Katastrophe mit Warnhinweisen versehen wurden. Oder das totale Versagen sämtlicher Messgeräte an den ersten Tagen nach dem GAU auf Grund der zu hohen Radioaktivität. Chernousenko prangert das Prinzip “Erde drüber und Vergessen” an und warnt vor den Langzeitfolgen die von der Regierung mehr oder minder ignoriert wurden.

Das Buch ist leider nur noch gebraucht zu kaufen, hier einige Links:

rad_bayern2Als gute Zusatzliteratur zum Thema erweisten sich die zwei kostenlosen (!) Heftchen des Bayrischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit: